Metamorphosen

Gestern, als ich meine Geschichte „Der Brunnen“ aus meiner Sammlung in diesen Blog einfügte, merkte ich, daß am Anfang etwas verändert werden wollte. Etwas passte nicht.

So nehme ich zur Kenntnis, daß sich die Texte, während sie im digitalen Ordner vor sich hinschlummern, umgestalten. Sie atmen in ihrem Dornröschenschlaf und leben und warten und werden aufgeweckt.

Bei anderen Geschichten sitze ich vis-à-vis vor dem Bildschirm, der einem Spiegel gleich das Erzählte vor mir zeigt. Ich lese es nochmals neu und ich frage es:

Wie konnte ich das schreiben?
Wie konnte ich das schreiben?
Wie konnte ich das schreiben?
Wie konnte ich das schreiben?
Wie konnte ich das schreiben?

Die Antwort: Es schreibt mich.

Abb.: Gertrud Boernieck,
fotografiert im Deutschen Märchen- und Wesersagenmuseum

Und jetzt wird es abenteuerlich: nachdem ich den textlichen Teil des Blogbeitrages fertig habe folgt meistens erst dann die Kür, das Aussuchen des passenden Bildes. Entweder habe ich etwas vor Augen, dann schaue ich gezielt in meiner Ablage. Oder – ich rausche durch die Sammlung auf meinem iPhone. Es ist ja alles da.

Ein Bild passte ganz gut, aber ich schaute weiter. Und da war es. Beim Einfügen kam dann der Ahh-Moment.

Es trägt den Titel Dornröschen.