Ein Wort zum nahenden Ende des Jahres

Im November kommt ein Begriff ins Spiel, der für mich persönlich sehr herausfordernd war, und auch immer noch ist. Aber, durch die Ereignisse des Lebens – je länger, desto mehr – scheint es einfach unvermeidlich, sich darin zu üben.

Ja, ich schreibe über Gelassenheit. Diese konnte ich nur durch atmen, lesen, erfahren, erfühlen, bedenken, annehmen und vieles mehr, was ich gerade nicht parat habe, ein wenig besser umsetzen.

Der Rat: „Du solltest gelassener werden” brachte mich vor einigen Jahren noch auf die Palme. War garnicht schlecht, da oben zu sitzen – und es auszuhalten. Das übt. 😉

Mein neues Namasté

Als ich im Herbst 2025 die Worte für meinen Kalender kalligraphierte, wusste ich noch nicht, das jeder Monat tatsächlich im Zeichen des gewählten Begriffs stand.
Jetzt, im Oktober, haben wir es also mit Namasté zu tun.
Der vorausgehende September hat mich in die Stille geführt und ein tieferes Verstehen und Anwenden des Grußes „Namasté“ geweckt.

Das weise Namasté: Erkennen und Gehenlassen
Es erfordert tiefen Mut, anzuerkennen, dass unter den Schichten eines jeden Menschen – vorstellbar vielleicht wie äussere, abgelagerte Schichten aus Ruß auf einer Glühbirne – ein göttlicher Funke liegt. Ich kann helfen, eine kleine Stelle freizulegen, einen Impuls zu geben, aber dann hat der Mensch die Aufgabe, zu erkennen und selber an den verbleibenden Schichten zu arbeiten. Oder er verdeckt die kleine Lichtöffnung wieder mit eigenen Ruß.
Ich muss die Menschen nicht verändern, retten oder ihr unbewusstes Handeln ertragen.
Ich darf den Funken im Stillen grüßen – und mich dann umdrehen und gehen, ohne mich von diesem Ruß vergiften zu lassen. Das ist kein Mangel an Liebe, sondern die höchste Form von energetischer Hygiene.

Das freudige Namasté: Das Teilen im Licht
Auf der anderen Seite liegt die reine Freude: Wenn ich Menschen treffe, deren Licht hell strahlt, ziehen sie mich und ich sie auf einer ganz neuen Schwingungsebene an.
Ich begegne ihnen in Wahrhaftigkeit und auf Augenhöhe.

Weil ich mein eigenes Licht nun schütze und kenne, gibt es kein „Ausnutzen“ oder „Brauchen“ mehr. Es ist ein reines, bedingungsloses Teilen, ein gemeinsames Leuchten.

Es wurde still, und es wird noch stiller

Lässt man sich erstmal darauf ein, kann es still werden. Manchmal braucht es eine Erschütterung, einen Einschlag, etwas Unvorhergesehenes, damit alles durcheinanderfliegt und dann – wird es still. Wenn man sich zurücklehnt und sagt: ok.

So war es bei mir im August und ich nahm, im „Vertrauen“, die Stille an. Kurz, aber es entwickelt sich.

So setze ich für den Monat September mein Motto auf „Stille“.
Einfach so.

Der August bringt Ruhe zum Reifen

Ganz im Vertrauen darauf, dass sich alles in Ruhe entwickelt, werde ich diesen Monat alles herunterfahren, nur notwendige Schritte unternehmen. Schon mit einer Ahnung vom nahenden September wird es stiller.

Der Juli öffnet seine Pforten

Der Eintritt in die zweite Hälfte des Jahres 2026 beginnt nach einer Zeit der großen Hitze. Lassen wir sie auf uns wirken, etwas be-wirken vielleicht?

Die Seele spricht zu uns, wenn wir lauschen. Geben wir ihr einfach Raum, Räume.

Es wird leichter

Der Mai ist vorbei, nun kommen neue Melodien ins Jahr:
Mittsommer, blühende Wiesen, der ein oder andere Urlaub vielleicht. Ein wiederum bewegendes, herausforderndes Jahr strebt schon auf seinen Scheitelpunkt zu.

Lauschen wir der Melodie in unserem Inneren und lassen das Aussen da sein, aber schenken wir ihm keine starke Aufmerksamkeit, dann wird auch der Rest des Jahres sich uns zuwenden und sich mit uns gemeinsam zum Tanz des Lebens bewegen.

Mai: Fruchtbarkeit und Neubeginn

Angekommen im Mai – da sind wir schon im 5. Monat des Jahres. Gelernt habe ich, dass die Namensgebung des Monats ihren Ursprung bei der römischen Göttin Maia hat.

Im April lockt die Natur

Hoffen wir, dass uns das April-Wetter erlaubt, die Natur aufzusuchen. Was könnte schöner sein?

März: Aufbruch in den Frühling

Die Sonne besucht uns wieder öfter, das zaubert ein Lächeln auf unser Gesicht.

Ein kalligraphisches Scribble

Mal wieder ganz nebenbei entstanden: ein Scribble beim Ausprobieren von Moorlauge mit der Feder.
Sterne, Mond, Wasser, Geburt.