Wenn ich schon gefragt werde …

will ich auch Rede und Antwort stehen. Es ist schon einige Wochen her, ich übte eine Meditation zur Verlängerung des Ausatems mit Konzentration auf zwei Stellen im Körper, da tauchte gegen Ende der Übung eine Frage in meinen Gedanke auf. Zunächst wurde sie folgendermaßen formuliert:

„Wenn du die Erde verlässt, was nimmst du als Erinnerungen mit?“
Dann wurde die Frage nochmals in leicht abgeänderter Form gestellt:

„Stell dir vor, du sollst jemandem, der die Erde nicht kennt, erzählen, was man dort findet?“
Hier ist meine Antwort:

Ich erinnere mich an das Folgende.
Die Farbe eines sich verändernden und viel zu schnell vergehenden brennenden Abendrots und eines zarten, erblühenden Morgenrots.
Die nach meinem Arm tastende, aufgeregte, Schutz suchende, schwitzende kleine Kinderhand.
Das Spiegelbild der Wolken in einem Miniatursee, der sich zwischen den verbundenen Wurzeln eines Baumes gebildet hat.
Den Klang einer Glocke oder eines Rufes, um zu einer Versammlung Gleichgesinnter aufzufordern.
Den perfekten Bogen eines Katzenauges, dessen smaragdgrüner Blick gelassen in die Unendlichkeit gerichtet zu sein scheint.
Das goldene Flirren von Staub im Lichtstrahl, der durch eine Luke Zugang zu einem stillgelegten Dachboden findet.
Den unvergleichbaren Geschmack einer einfachen Mahlzeit, die nach einem Tag an der Luft und im Wasser zu sich genommen wird.
Das Rauschen und Wispern von Blättern hochgewachsener, sich im Sommerwind biegender Bäume.
Der würzige und sättigende Geruch des Waldbodens, der unter meinem Schritt leicht nachgibt.
Meinen Arm, den ich einem um Hilfe fragenden Menschen zum Unterhaken anbiete, um ihn ein Stück weit zu führen.
Das Summen der Bienen, während sie ihren Stock umtanzen, umfliegen und schließlich durchs Flugloch eintreten.
Den verdoppelten Atem, der mich nachts begleitet.

Unsere Welt birgt soviel Schönheit, nun stelle ich meine Frage:
Nehmen wir sie wahr, und sind wir dieser Erde würdig?

Über Seelenruhe

In einem feinen dünnen Buch habe ich in einem Absatz etwas gefunden, was mich beschäftigt. Es geht um die Wüstenväter/mütter und die Sätze lauten:

„Was wird an mir selber klar, wenn ich mich mir selber aussetze?“
und
„Wo du siehst, dass deine Seele Ruhe hat und keinen Schaden erleidet, dort lass dich nieder.“

Momentan ist das nicht ganz so einfach, diesen Platz zu finden, aber manchmal, ja manchmal fühlt es sich so an. 🌳

EIN Platz. Die zitierten Sätze stammen aus dem Buch:
„Was heilt uns?“ Hg. von Michael Seitlicher

Raus

Am vergangenen Sonntag rückte meine Idee einer Raus-Aus-Zeit näher, ich habe mir 5 Tage nur für mich in einem Bauwagen gebucht, Ende April. Es gibt dort einen Apfelbaum, das war mit der ausschlaggebende Grund für die Wahl meiner Unterkunft. Und wenig Ablenkendes sollte es geben, nur Natur, viel Raum, See, Zeit, den Apfelbaum, Momente und – mich.

Der auf airbnb gefundene Standort

Prompt erreichte mich einen Tag nach meiner Buchung der monatliche Beitrag eines Blogs, den ich schon mehrere Jahre gerne lese/inhaliere. Ich möchte mit Erlaubnis von Raffaela, der Übermittlerin, einen Auszug aus dem Support der Geistigen Welt für den Monat März 2026 teilen:

Es ist relevant, dass ihr euch liebt, so, wie ihr seid.
Eine kleine Übung dazu:

Stellt euch einfach vor, ihr seid ganz normal gekleidet, so, wie immer, euer Hab & Gut liegt in einem mittelgroßen Koffer, den ihr bei euch tragt. Das ist alles. Punkt. Kein Haus, keine Wohnung, keine Freunde, keine Familie, nichts. Nur das, was ihr am eigenen Leib tragt und in dem Koffer verstaut habt.

Das seid ihr.

Nichts mehr, was euch pseudomäßig trägt oder ablenkt, manipuliert oder beeinflusst oder deckelt … keine materiellen oder menschlichen Anhaftungen. Einfach du.

Was macht das mit dir?

Du bist also absolut auf dich selbst zurückgeworfen, auf dein Sein, deine Seele, dein Potenzial, deine Ressourcen, dein Gefühl zu dir.

Selbst.Liebe bedeutet, seinen eigenen Wert für sich in sich zu erkennen, zu fühlen, zu sich zu stehen und dieses zu leben – auf allen Ebenen des Seins unabhängig von materiellen und immateriellen Dingen, einfach so – pur Du.

Wenn du dich fühlst, losgelöst von allem:
Das ist Selbst.Liebe.

Du machst dich quasi auf allen Ebenen „blank“, weiße Landschaft, weißes Blatt Papier; du bist frei und unabhängig von allem, was auf Erden ist, du bist einfach nur Du.

Und aus dem Gefühl der Selbst.Liebe heraus, aus deinem Du gestaltest du dein Leben.

Hier geht es zur vollständigen Nachricht.

Der Blinde

Ein Kind begegnete einem Blinden, der auf dem Rücken ein großes Reisigbündel und in der Hand eine brennende Laterne trug.

„Wozu trägst du die Laterne, wo du doch blind bist? “ fragte das Kind. „Sie nützt dir ja doch nichts, wenn du nichts siehst.“

„Oh doch, mein Kind, sie nützt mir wohl“, antwortete der Blinde. „Ich trage sie, damit unaufmerksame Menschen sie sehen und mich nicht anstoßen.“

Aus einem Lieblingsbuch meiner Kindheit: Afrikanische Märchen

Der Blinde und die Milch

Zwei Männer sprechen miteinander. Der eine ist von Geburt an blind.
Der andere kann sehen.

Der Blinde fragt den Sehenden: „Welche Farbe hat Milch?“
Der Sehende antwortet: „Milch ist weiß wie Papier.“

Der Blinde antwortet: „Ich verstehe. Wenn etwas zwischen den Fingern knistert, dann ist es also weiß.“

Der Sehende sagt: „Nein, so stimmt es nicht. Ich erkläre es anders. Milch ist weiß wie Mehl.“

Der Blinde antwortet: „Jetzt verstehe ich. Ist etwas weich und staubig, dann ist es also weiß.“

Der Sehende sagt: „Nein, so ist es auch nicht richtig. Ich erkläre es noch einmal anders. Milch ist weiß wie ein Schneehase.“

Der Blinde antwortet: „Ach, dann ist es also so: Wenn etwas flauschig und weich ist, dann ist es weiß.“

Der Sehende sagt: „Nein. Auch so stimmt es nicht. Milch ist weiß wie Schnee.“
Der Blinde fragt: „Ist also alles Kalte weiß?“

Der Sehende überlegt noch viele andere Beispiele. Aber der Blinde versteht trotzdem nicht, wie die Farbe von Milch ist.

Leo Tolstoi

Mir war heute danach, diese Fabel zu erzählen.
Ich fühle ähnliche Verständnisschwierigkeiten, wenn ich beschreibe, wie es ist, mit einem Hör-Defizit zu leben. Es bleibt eine Unüberbrückbarkeit in der Vorstellungskraft der Hörenden.

Inspiriert vom Februar-Wort

Abb.: Amelie Koezle, 2023

Ich möchte gerne Menschen danken, die mich auf meinem Weg begleitet haben (und teilweise noch begleiten) und auch denen, die mir Impulse gegeben haben. Ich fange mit dem Aktuellen an und werde die Aufzählung in die Vergangenheit reichend ergänzen.
🌐 Der blaue Globus steht für Online-Verbindung, trotzdem in diesen Fällen unglaublich nah und menschlich.

Was die Zukunft noch birgt und bringt, werde ich auch notieren.

Werner A. Krebber 🌐
Dr. Birte Schubert
Elke Klass
Marianne Schemmer
Sabine Berger
Daniela Spreckels
Dr. theol. Reiner Fuchs
Jonathan Baldinger
Alice Lülfsmann
Heidemarie Cox 🌐
Raffaela Wetzel 🌐
Acha Uli-la 🌐
Annemarie
Sabine Fischer
Samarpan 🌐
Christa Trobisch
Markus Röder
Ute Grotemeier
Peter Beer 🌐
Reiner Tintel
Daniel
Eva-Maria Pfeiffer
Martina
Wolli

∞ Christian

Ein Lächeln in meinen Träumen

Vergangene Nacht habe ich im Traum einen Delphin gesehen.
Er schwamm vorbei und lächelte mich freundlich an, schon war er wieder weg. Ich wachte auf und war erfüllt von Freude, sein Lächeln fand sich nun auf meinem Gesicht, und ich bedankte mich beim ihm.

Abb.: claudia14@pixabay

Nach dem Aufwachen habe ich recherchiert, was der Delphin mir sagen will:

„Delphine sind sehr intelligent, sie gelten als die Hüter des Elements Wasser – so bringen sie unser Leben in Fluss und helfen uns dabei gute Entscheidungen zu treffen. Der Delphin als Krafttier hilft uns Sorgen loszulassen und Ängste zu überwinden. Mit seiner leichten, verspielten und liebevollen Energie hilft er uns auch über schlechte Erfahrungen und Erlebnisse hinweg.

Der Delphin ist ein besonders lichtvoller Begleiter, er führt uns liebevoll auf unseren Seelenweg – er ist ein fröhlicher Heiler, der uns mit seiner sanften Energie Kraft schenkt.

Der Delphin gilt als feinsinnig und kreativ. Diese Potentiale sind bei vielen Menschen verschüttet – wenn der Delphin erscheint, dann will er uns sagen, dass wir uns wieder mehr auf diese Fähigkeiten besinnen sollen. Der Delphin stärkt unser Vertrauen: Vertraue und Glaube an Dich! 

Der Delphin als Krafttier zeigt auch, dass wir auf unser Herz hören sollen und er unterstützt uns dabei, auf unsere eigene Stimme zu hören und in unserer eigenen Energie zu bleiben.“

Quelle: engelundelfen.com

früh kühl frostig klar

Heute war ein besonderer Morgen. Als ich das Fenster öffnete, konnte ich einen Lufthauch spüren, der vieles mit sich trug. Ich schloss die Augen und da war eine belebende Feuchtigkeit, die winterlich erfrischend war und trotzdem etwas prickelndes, verheißungsvolles mit sich führte. Ich roch Gras, Asphalt, Holz, ich nahm den Atem der Tiere, Sonnenstrahlengelb und den noch nicht beschleunigten Pulsschlag des Wochentages wahr.

Über Nacht hatte sich etwas in mir bewegt, die Kompassnadel richtet sich langsam, zittrig aber bestimmt, aus.

Besonders.