Ich zeige dir meinen Garten, er ist geöffnet und man kann gerne eintreten. Er liegt innerhalb eines alten Baumbestandes und ist nicht von Bretterzäunen umgeben und versteckt hinter undurchschaubaren Hecken, einzig ein Durchblick gewährender filigraner Metallzaun mit einem Tor umgibt ihn. Man ist eingeladen, den Garten zu betreten um seine Kostbarkeiten und seine Schönheit zu genießen.
Es gibt blühende Blumen, weiter entfernt einen einzeln stehenden Baum und wenn man die verschlungenen Wege entlangschreitet kommt man an verwunschenen Lauben vorbei. Der Baum im hinteren Teil des Gartens ist ein hohes, eindrucksvolles Exemplar – es ist eine Eiche. Zwischen den Blättern sitzen auf den Ästen kaum sichtbar die verschiedensten Tiere: eine Eule, ein Affe, ein Faultier, eine Katze und auch viele Singvögel. Wenn man geduldig und aufmerksam ist, zeigen sich bestimmt noch weitere Lebewesen.
Vielleicht ist der Baum doch keine Eiche, sondern ein Obst- ein Apfelbaum, denn er trägt goldfarbene, rotwangige sowie ein wenig spitz zulaufende, süßlichduftende, apfelförmige Früchte. Eine Bank unter dem Baum lädt zum Verweilen ein, hier kann man Rast machen, beobachten, bei sich sein, den Tönen der Tiere lauschen und den ein oder anderen Apfel verzehren.
Vielleicht kommt auch Besuch vorbei.
CHi – 23.03.2021


