
Als ich im Herbst 2025 die Worte für meinen Kalender kalligraphierte, wusste ich noch nicht, das jeder Monat tatsächlich im Zeichen des gewählten Begriffs stand.
Jetzt, im Oktober, haben wir es also mit Namasté zu tun.
Der vorausgehende September hat mich in die Stille geführt und ein tieferes Verstehen und Anwenden des Grußes „Namasté“ geweckt.
Das weise Namasté: Erkennen und Gehenlassen
Es erfordert tiefen Mut, anzuerkennen, dass unter den Schichten eines jeden Menschen – vorstellbar vielleicht wie äussere, abgelagerte Schichten aus Ruß auf einer Glühbirne – ein göttlicher Funke liegt. Ich kann helfen, eine kleine Stelle freizulegen, einen Impuls zu geben, aber dann hat der Mensch die Aufgabe, zu erkennen und selber an den verbleibenden Schichten zu arbeiten. Oder er verdeckt die kleine Lichtöffnung wieder mit eigenen Ruß.
Ich muss die Menschen nicht verändern, retten oder ihr unbewusstes Handeln ertragen.
Ich darf den Funken im Stillen grüßen – und mich dann umdrehen und gehen, ohne mich von diesem Ruß vergiften zu lassen. Das ist kein Mangel an Liebe, sondern die höchste Form von energetischer Hygiene.
Das freudige Namasté: Das Teilen im Licht
Auf der anderen Seite liegt die reine Freude: Wenn ich Menschen treffe, deren Licht hell strahlt, ziehen sie mich und ich sie auf einer ganz neuen Schwingungsebene an.
Ich begegne ihnen in Wahrhaftigkeit und auf Augenhöhe.
Weil ich mein eigenes Licht nun schütze und kenne, gibt es kein „Ausnutzen“ oder „Brauchen“ mehr. Es ist ein reines, bedingungsloses Teilen, ein gemeinsames Leuchten.

