Thank me

Heute musste ich wieder an einen Videoclip denken, der mich ans Nachdenken gebracht hatte. Am 19. November 2018 hielt Snoop Dogg anlässlich der Verleihung seines Sterns auf dem Hollywood Walk of Fame eine Rede, in der er sich hauptsächlich bei sich selbst bedankt.

Foto: youTube

Hier der Text:
“I want to thank me for believing in me, I want to thank me for doing all this hard work.
I wanna thank me for having no days off. I wanna thank me for never quitting.
I wanna thank me for always been a giver and trying to give more than I receive.
I want to thank me for trying to do more right than wrong.
I want to thank me for just being me at all times.”

Jetzt weiss ich auch, warum mir seine Rede wieder in den Sinn kam:
ich habe den Song „CAN’T SAY GOODBYE“ gehört, in dem die letzte Zeile eine gewisse Zusammenfassung beinhaltet.
– You can take the man out the streets, but you can′t take the streets out the man. –

Soll wohl heissen, dass man seine Wurzeln, seine Essenz immer bei sich hat. Was man daraus/damit macht – eigene Verantwortung.

Ankunft im Oktober

Ich erahne das Alter, welches ich erreichen werde. Die Aufgabe kam auf mich zu, da ich neuerdings immer öfter verunsichert in meiner Selbstwahrnehmung schwanke, wenn mich jemand fragt, wie alt ich sei: die Antwort kann 14, 48 oder 90 sein. Irgendwo dazwischen befindet sich die von der Alltagswelt bestimmte Angabe, berechnet aus Geburtsjahr plus bisher zurückgelegter Lebensspanne.

So habe ich erneut eine eigene Art der Mathematik zu Rate gezogen und meine Altersangabe aus der Anzahl an Monaten in unserem Gregorianischen Kalender und meiner Verweildauer in Jahren in jedem Monat berechnet.

Ich bin Ende September, im Übergang zu Oktober. Es hat lange gedauert, dies zu erkennen und mich damit abzufinden. Magisch zogen mich in letzter Zeit Menschen an, die ebenfalls Oktober oder auch älter – November, Dezember – sind. Von ihnen erhoffte ich zu erfahren, wie ich mit diesem Ankommen im Herbst des Lebens umgehen kann. Keiner von ihnen tat es mir kund, so war klar, dass jeder seinen eigenen Weg geht und das Durchschreiten der Portale zu den Jahreszeiten des Lebens selber gestaltet.

Froh, endlich die quälenden Ausläufer des Sommers, die letzten Zeitströme des Augusts mit Hitze und sich überrollenden Wellen von Gefühlen hinter mir gelassen zu haben, im September die Stille verinnerlicht zu haben, öffne ich nun weit meine Arme und sage: „Willkommen Oktober, ich freue mich darauf, was du mit dir bringst.“

Wäre es nicht wunderschön, meine Äpfel zu ernten und selber golden zu werden?

CHi – 24.04.2026; inspiriert von Hildegard von Bingen

Mai: Fruchtbarkeit und Neubeginn

Angekommen im Mai – da sind wir schon im 5. Monat des Jahres. Gelernt habe ich, dass die Namensgebung des Monats ihren Ursprung bei der römischen Göttin Maia hat.